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    = ausverkauft, muss ausfallen oder liegt in der Vergangenheit

 

 

 

 

Ganze Kerle
Ein ungemein witziges Stück von Kerry Renard
Deutsch von Angela Burmeister


Inhaltsangaben:

Sam, Paul, George und Manuel arbeiten beim Canadian Parcel Service (CPS) in Halifax. Obwohl Versandleiter Frank Collins ständig Druck macht, erledigen die Männer ihren Job gern. Doch dann wird George die Kündigung in Aussicht gestellt, weil er für die Arbeit angeblich zu alt ist. Die Stimmung innerhalb des Teams ändert sich erst wieder, als Sam ganz zufällig mitbekommt, dass Collins siebenjährige Tochter an einer Erkrankung der Augen leidet. Eine Erblindung kann nur durch eine dringende Operation verhindert werden, aber die kostet 20.000 Dollar.

Da Collins das Geld nicht hat, beschließen die Männer spontan ihr Erspartes zusammenzulegen. Es fehlen jedoch noch 12.500 Dollar. Die Idee, heimlich eine Travestieshow auf die Beine stellen, um so das fehlende Geld für Betty zu sammeln, soll in die Tat umgesetzt werden. Nach diversen schweißtreibende Proben auf Absatzschuhen und Marilyn Monroe Outfit ist es dann endlich soweit: Die Show ist tatsächlich ausverkauft!
Ein glanzvoller Auftritt der „Ganzen Kerle“ in glitzernden Kostümen verspricht Höhepunkt des Abends zu werden.
Beachten Sie bitte unsere Szenenfotos.
Beachten Sie bitte den Pressebericht.
 

 

BACKSTAGE

Regie

Constanze Jungnickel

Regieassistenz

Anne Lena Mittig

Bühnenbild

Choreographie

Rüdiger Braun

Kostüme

Musikalische Leitung

Musiker

Ton + Licht

Bühnentechnik

Darsteller

Sam:Stefan Reschke
Sams Mutter:Barbara Schaffernicht
Paul:Albrecht Bechmann
George:Karl-Heinz Konrad
Manuel:Sanny Olah

Fotograf

Thomas Nowak

Verlagsrechte
Aufführungsrechte

TERMINE + PREISE

Premiere

Freitag den 23.04.2010

Spielzeit

Siehe Spielplan

Beginn

Eintrittspreise

15,00 Euro | Premiere 17,00 Euro

Ermäßigung

10,00 Euro

Bemerkungen

PRESSEBERICHTE (1)

Potsdamer Neueste Nachrichten vom 26.04.2010

(Astrid Priebs-Tröger)

Was in Männern so alles drinsteckt! Neben dem sogenannten „weichen“ Kern scheinbar auch jede Menge Lust, sich nahezu unbekleidet oder gar in Frauenkleidern auf eine Bühne zu stellen. Diesen Eindruck kann jedenfalls bekommen, wer von Zeit zu Zeit das Theaterschiff besucht. Regisseurin Constanze Jungnickel und Choreograf Rüdiger Braun haben nach der Premiere von „Ladies Night“ gerade mal ein Jahr vergehen lassen, um mit der kanadischen Komödie „Ganze Kerle“, die am Freitagabend Premiere hatte, erneut dieses publikumswirksame Genre zu bedienen. Und diesmal vier Herren in Frauenkleidern als Höhepunkt des Abends zu präsentieren.

Doch bevor die Paketboten Paul, George, Manuel und Sam auf die Idee kommen, eine Travestieshow einzustudieren, erfährt man so einiges aus ihrem Leben. Alle haben Probleme mit den Frauen und ihrem Alltag. Paul (Albrecht Bechmann) ist ein verbummelter Student, dessen Frau bei Meinungsverschiedenheiten schon mal kräftig zulangt. George (Karl-Heinz Konrad) ist unter Kollegen zwar ein Maulheld, aber ansonsten ein einsamer Witwer, der Mexikaner Manuel (Sanny Olah) arbeitet nach der Tagesschicht als Gogo-Tänzer in einer Schwulenbar und Muttersöhnchen Sam (Stefan Reschke) ist hochgradig empfindlich und reagiert auf fast alles allergisch.
Dieses Quartett erfährt in der Weihnachtszeit, dass die jüngste Tochter des ungeliebten Chefs dringend eine Augenoperation benötigt und beschließt, diesem bei der Geldbeschaffung unter die Arme zu greifen. So richtig erschließt sich die Motivation für diese Großherzigkeit nicht, das mag zum Gutteil an der Stückvorlage liegen. In der Inszenierung von Constanze Jungnickel ist es jedenfalls so, dass die Herren, wohl vor allem um ihrem glanzlosen Alltag zu entkommen, zu Stöckelschuhen, Perücken und Glitzerkleidern greifen. „Einmal ausprobiert, ist es wie eine Sucht“, wird selbst der ewig maulende Paul feststellen.

Auch hier wie in „Ladies Night“ das erprobte Strickmuster: Potenzielle Verlierertypen machen was Exotisches und finden dabei sich selbst. Es ist wirklich überraschend, wenn sich die Herren der Schöpfung schlussendlich als Marilyn Monroe, Mireille Mathieu, ABBA-Agnetha und Tina Turner präsentieren, aber der Weg dahin ist doch einigermaßen holprig. Und: „Ganze Kerle“ entfaltet bei Weitem nicht so viel Spannung wie „Ladies Night“ und neben einigen Textunsicherheiten sind auch die Dialoge weniger spritzig und streckenweise langatmig. Ein paar mehr Striche hätten gut getan. Doch auch die Story, dieses auf Kleinkunstbühnen oft gespielten Stücks der kanadischen Autorin Kerry Renard hat ihre Ecken und Kanten: die schlagartige solidarische Verbrüderung von Chef und Angestellten ist auch im Theater einfach nur Sozialkitsch.

Bleibt also das Finale. Hier zeigen die Kerle und auch Sams Mutter (Barbara Schaffernicht), was sie eigentlich draufhaben. Und das ist für Laiendarsteller eine ganze Menge. Acht Herrenbeine in Netzstrumpfhosen und „wohlgeformte“ Leiber in Korsagen, bewegen sich gekonnt und lassen den Abend für ein gutgelauntes Publikum mit Begeisterungsrufen und reichlich Beifall doch zum guten Ende kommen. (Astrid Priebs-Tröger)


SZENENFOTOS (7) Fotos: Agentur Bernd Kröger

VITA

  Keine vorhanden

BESONDERHEITEN

  keine vorhanden

 

 

 

 

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