Constanze Jungnickel, Jahrgang 1967, zwei Kinder

Geboren und bis zum 6. Lebensjahr aufgewachsen in Bautzen in meiner Theater-Film-Tanzfamilie; Schulausbildung an der POS in Potsdam; (Ballett-, Mal-, Flöten und Klavierunterricht sowie das Theaterspielen fanden irgendwie Platz); bestandene Schauspielprüfung nach der 10. Klasse an einer Schauspielschule. Um der „brotlosen Kunst“ für eventuelle spätere Enttäuschungen entgegen zu wirken, begann ich auf Rat meiner Eltern eine Lehre zum Facharbeiter für Schreibtechnik, kurz: Sekretärin.
(Wegen zu vielseitiger außerschulischer Beschäftigung wurde mir die Lehre zur Buchhändlerin untersagt) 1984 Flucht meines Vaters in den Westen (Schauspielschule passé); gerade 18jährig, zog es mich ans Hans Otto Theater Potsdam, wo ich intensiv den Geruch von Bühne und Leben schnupperte.

Ich wollte ein Jahr überbrücken, weil ich an das „passé“ nicht glaubte. Ankleiderin und Requisiteurin, später Leiterin der Requisite – es wurden 9 Jahre.
Fasziniert von der Idee, ein Theaterschiff auszubauen, hängte ich 1994 den „Leiterposten“ an den Nagel und nahm glücklich eine AMB-Stelle am Theaterschiff an. Hier konnte ich dank Wilfried Mattukat meine Fähigkeiten in Schauspiel- und Regiearbeit vertiefen und meine Organisationswut auslassen.

1999 folgten Tätigkeiten als Theaterpädagogin am Kreativhaus Berlin, Projekte am Grips Theater, freiberuflich Organisation und Durchführung von Projekten mit Inhaftierten, Öffentlichkeitsarbeit im T-Werk e.V. Potsdam, Assistenz und Co-Regie bei der Konzert- und Gastspieldirektion Landgraf.

Von Mai 2008 bis Juni 2010 war ich Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin des Vereins Theaterschiff Potsdam. Seit Juli 2010 bin ich freiberuflich in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit/Management, Schauspiel und Regie tätig.

Mitglied der Stadt-Spiel-Truppe Potsdam e. V. – heute Theaterschiff Potsdam e.V. seit 1994 (mit Unterbrechung)

Bühne
1994
  Celia Peachum in “2,9 Groschenoper“ (von Berthold Brecht / Kurt Weill) “Lila Paloma 1“ –
ein musikalisches Programm
1995  “Lila Paloma 2 – So oder so ist das Leben“
1997  “Der Shanty Abend“
1998  Witwe Begbick in “Das kleine Mahagonny“ (von Berthold Brecht / Kurt Weill)
1999 Die dicke Frau in “Die dicke Frau“ (in “Das Weib ist schwach oder Wo ist die Hölle“?)
2002  WA Witwe Begbick in “Das kleine Mahagonny“ (von Berthold Brecht / Kurt Weill)
2004  Die Elbe und Frau Oberst in “Draußen vor der Tür“ (von Wolfgang Borchert)
2005  “Sekretärinnen“ (von Franz Wittenbrink) Mrs. Boyle in “Die Mausefalle“ (von Agatha Christie)
2007  Remonde in “Ein Winter unterm Tisch“ (von Roland Topur)
2007  “Die Weihnachtsgans Auguste“ (nach Friedrich Wolf)
2009  Babette in „Beatles an Bord“ (von Enrique Keil)
2010 – Sophie in „ABBA Hallo!“ (von Markus Beisel) Freie Produktion
Regie: Tatjana Meissner


Regie
1991 + 1997
  “Die Welle“ (von Reinhold Tritt)
1995  “Das Stopuhr-Theater“ – ein Theaterwettspiel
2006  “Männer – und wir sind draußen“ (von Franz Wittenbrink)
2007  “Klamms Krieg“ (von Kai Hensel)
2007  “Die Weihnachtsgans Auguste“ (nach Friedrich Wolf)
2008  “Die Vagina-Monologe“ (von Eve Ensler)
2008  “Ortsgespräche ‘79” – Uraufführung (von Dirk Jungnickel)
2009   “Ladies Night” – (von Stephen Sinclair und Anthony McCarten)
2009 – „Zwei wie Bonny und Clyde...“ (von Müller/Misiorny)
2010 – „Ganze Kerle“ (von Kerry Renard)

Wunschrolle
„Die menschliche Stimme“ und die „Donna“ in Mama Mia
Regie(traum)wunsch: Ein Tschechow und ein großes Musical

 

Maxime
Es geht immer und irgendwie weiter!